Angst zieht mich runter.
In unserer Therapieserie über Angst nehmen wir uns heute Zeit, um bei der Angst selbst stehen zu bleiben. Wie sieht deine Angst aus? Was für einen Charakter hat sie? Was macht sie mit dir? Stell dir ein Bild vor – und schreib dann auf, was sie zu dir sagt. Und im letzten Schritt: Stimmt das überhaupt, was sie sagt?
Angst hat nämlich die Tendenz, alles aufzublasen – viel größer zu machen, als es wirklich ist. Und oft sagt sie auch Dinge über dich selbst…
Das Männchen will zum Licht, aber wenn die Angst kommt, zieht sie so unheimlich stark. Sie zieht mich nach unten, ins Wasser, in die Dunkelheit.
Und dann denke ich, dass ich das alles niemals schaffe, dass es mir nicht gelingt, dass ich nicht gut genug bin, dass ich meine Kinder niemals schützen kann, dass ich versagen werde…

Aber eigentlich sind das alles Lügen. Lügen, um mich immer tiefer nach unten zu ziehen. Und das gelingt ihnen so oft…
Dann bin ich nicht mehr stark genug.
Und das Schlimme ist, dass es so große Auswirkungen auf meine Familie hat…
Aber die Gedanken sind nicht wahr!
Mit einem roten Kreidestift streicht sie alle Gedanken der Angst durch und schreibt groß dazu: „Lügen!“

