Zu Angst und zurück
Wenn ich den Titel lese, erinnert mich das an dieses Lied von Drs. Spee: Heen en weer („Hin und her“). So ist es auch. Gefühle sind wie Wellen, sie sind immer in Bewegung. Angst bildet da keine Ausnahme. Sie kann plötzlich auftauchen oder sich langsam aufbauen. Wie lernt man, sie bei sich selbst zu erkennen? Merkt man die Warnsignale auf dem Weg zur Angst? Und wenn man vollständig in der Angst steckt, wie findet man dann wieder heraus?
Das ist das Thema dieser Therapiesitzung. In den vorherigen Sitzungen haben wir uns intensiv mit der Angst selbst beschäftigt – was sie körperlich mit einem macht, was in unseren Gedanken passiert, wie sie sich zeigt und welchen Charakter sie hat. Wir haben auch ausführlich betrachtet, was ihr gegenübersteht. Für den einen ist es Hoffnung, für den anderen die Liebe Gottes, Freude oder Ruhe… All diese Informationen werden nun in den Weg zur Angst und zurück integriert.
Welche Warnschilder begegnen dir unterwegs? Und beachtest du sie – oder rast du daran vorbei?


Jeder gestaltet diesen Weg auf seine eigene Weise, und das ist wunderbar! Das Ergebnis ist eine Art Lebensleine. Was kann ich tun, wenn ich merke, dass ich schon halbwegs auf dem Weg zur Angst bin?
Das Wichtigste: anhalten!
Denn wenn du nicht innehältst, bemerkst du nicht, was in dir vorgeht.
Oder, wie einige es ausdrücken: weiter atmen.
Rechts siehst du ein Foto von jemandem, der während der Nachbesprechung all die Dinge erkennt, an die er zunächst selbst noch nicht gedacht hatte.

Und das ist eine großartige Stärke der Gruppentherapie!

