Stimmen aus der Vergangenheit
Die Blogbeiträge, die ihr lest, sind manchmal ganz aktuell und manchmal schon einige Wochen, Monate oder sogar noch älter. Warum ist das so?
Die Gespräche, die wir mit Menschen führen, sind privat. Und obwohl wir alles sehr(!) stark anonymisieren, ist die Welt, in der wir arbeiten, manchmal erschreckend klein. Peter kennt Hans, der hat uns gestern mit Klaus sprechen sehen, und plötzlich ist 1+1=2. Ehe man sich versieht, wird angenommen, dass der heutige Blog über Klaus handelt.
So entsteht schnell eine völlig falsche Schlussfolgerung – mit möglicherweise negativen Folgen für unsere Klienten. Das möchten wir natürlich vermeiden.
Deshalb ändern wir nicht nur Namen, Orte und Geschlechter, sondern manchmal auch das Veröffentlichungsdatum eines Blogbeitrags.
Das Schöne daran ist, dass wir manchmal selbst einen Artikel noch einmal lesen (und übersetzen müssen), der für uns schon eine ganze Weile zurückliegt. Dadurch nehmen wir uns selbst noch einmal Zeit, darüber nachzudenken. Plötzlich sind wir wieder bei diesem Gespräch, bei dieser Person, „hören“ ihre Stimmen noch einmal und sind für einen Moment wieder in der Vergangenheit.
Wir investieren viel Arbeit in diesen Teil unseres Dienstes, aber es ist ein großes Vorrecht, dies tun zu dürfen.
