Mut geben – Ermutigen
Was ist Ermutigen?
~Jemandem Mut einsprechen, Mut geben.
Es geht weiter als jemandem ein gutes Gefühl zu geben. Ermutigen hat zu tun mit dem Stärken des Herzens, dem Aufbauen des Glaubens und der Ausrichtung auf Gott, gerade in schweren Zeiten.
Ermutigen ist ein Auftrag Gottes
Lasset uns das Missionsgebot in Matthäus 28 betrachten:
Matthäus 28,19 „So gehet hin und machet zu Jüngern alle Nationen, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.“
„Machet Nationen zu meinen Jüngern“ und „lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe“. Es geht nicht nur darum, neue Christen zu machen. Das können wir sowieso nicht selbst. Das ist etwas, das Gott gibt, Er öffnet Ohren und Augen. Wir müssen es erzählen. Und damit hört es nicht auf.
„Machet die Nationen zu meinen Jüngern“, zu meinen Nachfolgern. Wenn jemand Jesus kennenlernt und zum Glauben kommt, müssen wir mit ihm gehen, ihm beibringen, was es bedeutet, ein Christ zu sein. Ihm von Jesus erzählen, das Wort gemeinsam studieren und lernen, was es bedeutet, als Christ zu leben und Gott gehorsam zu sein. Und das gilt nicht nur für neue Christen. Das gilt für alle Christen. Wo du auch stehst in deinem Leben, du brauchst Menschen um dich herum, die weiter sind als du im Christenleben, die ein Vorbild für dich sein können, die vorleben, was es bedeutet, Christus auf eine Weise oder in einer Tiefe zu folgen, die du noch nicht kennst. Menschen, die mit dir den Kampf in ihrem Leben teilen und wie sie da mit Gott hindurchgekommen sind und was sie in diesem Moment geholfen hat. Menschen, die dich antreiben, mehr verstehen und nach Christus suchen zu wollen, Ihn auf einer noch tieferen Ebene kennenzulernen. Menschen, die dich ermutigen, auch wenn es schwer ist, oder vielleicht gerade dann, wenn es schwer ist.
Und dann kommen wir zu Hebräer 10 und Epheser 3:
Hebräer 10,25 „indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern ⟨einander⟩ ermuntern, und ⟨das⟩ umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!“
Epheser 3,18-19 „auf dass ihr, in der Liebe verwurzelt und gegründet, möget ermessen mit allen Heiligen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, und erkennen die Liebe Christi, welche die Erkenntnis übertrifft, auf dass ihr erfüllt seiet zur ganzen Fülle Gottes.“
Nur wenn wir als Christen zusammen sind, können wir beginnen zu ermessen, wie groß die Breite und Länge und Höhe und Tiefe von Gottes Liebe wirklich ist. So werden wir innerlich mit mehr von Gott erfüllt. Und je größer Gott für und in uns wird, desto kleiner erscheinen die Probleme und Fragen des Alltags.
Wir brauchen es, ermutigt zu werden, Mut zugesprochen zu bekommen, und es ist nötig, dass wir anderen Mut zusprechen. Dafür müssen wir zusammen sein, unser Leben teilen, in das Leben des anderen involviert sein und teilen, was Gott uns an Einsicht, Lebenslektionen, Gotteslektionen gibt. Deshalb steht in Hebräer 10 auch geschrieben, dass man die eigenen Zusammenkünfte nicht vernachlässigen soll.
Wie oft sehen wir, dass Menschen die Kirche besuchen für einen Gottesdienst und dann gleich nach Hause gehen? Sie besuchen unter der Woche keinen Hauskreis oder andere Gläubige aus ihrer Gemeinde. Ist das, was mit dem Nichtverlassen der eigenen Zusammenkünfte gemeint ist? Nein, absolut nicht! Es geht um das Teilen des Lebens miteinander, um Aufbau im Leben des anderen, um voneinander involviert zu sein, füreinander zu beten und einander zu ermutigen. Das kannst du nicht, wenn du den anderen nicht triffst, wenn ihr nicht miteinander redet. Anonym eine Gemeinde zu besuchen ist keine Option, das ist keine Gemeinschaft und kein Jüngerschaftstraining.
Schau dir das Buch Apostelgeschichte an. Schon der Anfang erzählt von einer enormen Herausforderung. Jesus ist gestorben, zu ihrem Erstaunen. Das hatten sie nicht erwartet! Und dann steht Er von den Toten auf und verbringt 40 Tage bei ihnen. Sie sehen Ihn wieder und Er trifft sie wieder. Und dann geht Er weg und sagt ihnen, sie sollen nichts tun, sondern warten. Was tun Seine Nachfolger? Sie suchen einander auf! Es ist eine schwere Zeit. Jesus ist weg. Worum sie warten sollen, verstehen sie wahrscheinlich nicht wirklich. Verwickelt, traurig, schwer. Sie suchen einander auf und beten zusammen, suchen gemeinsam nach Gott. Und so ermutigen sie sich gegenseitig.
Und lies weiter in der Apostelgeschichte. Die Apostel werden verfolgt. O weh! Ganz schön heftig! In einem Moment, in dem sie von Jesus erzählen, werden sie als Helden gefeiert. Im nächsten Moment werden sie von denselben Menschen gesteinigt! Das hältst du selbst nicht durch. Nicht ohne Gott und nicht ohne Mitchristen, die dich ermutigen!
Einander zu ermutigen ist keine Option, sondern ein Auftrag Gottes. Wir tragen Verantwortung füreinander.
1 Thessalonicher 5,11 „So ermutigt und tröstet einander, wie ihr es ja auch bisher getan habt.“
Die Quelle der Ermutigung
Aber wie können wir andere ermutigen, wenn wir es selbst oft schon kompliziert finden, den Kopf über Wasser zu halten? Gott selbst ist die Quelle der Ermutigung!
2 Korinther 1,3-4 „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater aller Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Drangsal, auf dass wir die, welche in allerlei Drangsal sind, trösten können mit dem Trost, mit dem wir selbst getröstet werden von Gott.“
Es ist manchmal ganz schön kompliziert, die rechten Worte zu finden, um jemanden zu ermutigen. Soll man etwas sagen? Wann soll man etwas sagen? Und was? Was eine Wohltat und eine Freude zu wissen, dass Gott der „Vater aller Barmherzigkeit“ und der „Gott allen Trostes“ ist!
Wenn es jemanden gibt, der weiß, was du oder der andere durchmacht, dann ist das Jesus selbst. Er kennt dich in, und auswendig, kennt jede Faser deines Körpers und hat die Haare auf deinem Kopf gezählt. Er weiß, was du brauchst, und das weiß er auch über den anderen! Er war hier auf Erden, wurde gegeißelt, gekreuzigt, verspottet… und fühlte sich manchmal auch sehr einsam. (Matthäus 27,46)
Solange wir auf dieser Erde umherlaufen, werden wir Schwierigkeiten antreffen, werden wir Schmerz und Leid kennenlernen. Gott tröstet uns und hilft uns hindurch. Schau einmal in dein eigenes Leben, in die schweren Momente, durch die du mit Gott gerungen hast. Schau, wie Gott dir geholfen hat, wie Er dich getröstet hat und wie Er dich ermahnt hat weiterzugehen und zu ringen.
Und hier geht es um einen Schritt weiter als die praktische Lösung eines Problems. Wie wurdest du ermutigt? Wie wurdest du getröstet?
Oft sagen wir etwas wie: „Gott hat mich hindurchgeholfen.“ Das ist sehr wahr, aber auch sehr vage. Denn wie hat Gott das getan? Stand Er neben dir? Stützte Er dich und wie? Wusstest du, dass du nicht allein warst? Gab Er dir eine andere Perspektive? Gab Er jemand, der neben dir stand in dieser Zeit?
Wie sah Gottes Hilfe aus?
Je konkreter wir diese Frage beantworten können, desto besser und geradeter können wir diese Grundsätze weiter in unserem Leben gebrauchen und mit anderen teilen, indem wir für sie auf diese Weise da sind.
Wenn das Leben schwer ist, ist es leicht, Gott die Schuld zu geben. „Gott weiß doch, was geschieht?“ „Warum tut Er nichts dagegen?“ „Warum lässt Er das alles zu?“ So echt die Fragen auch sind, die Verzweiflung darunter ist vielleicht noch schwerer. Sich verlassen gefühlt zu haben, zu denken, man sei allein dafür da, das Gefühl zu haben, es nicht mehr tragen zu können und aufgeben zu wollen. Zorn gibt dann wenigstens noch eine gewisse Energie zum Kämpfen. Die Gefahr liegt jedoch darin, dass dieser Zorn sich gegen Gott kehrt und nicht gegen die Umstände oder den wirklichen Grund des Schmerzes oder Leidens. Deshalb ist Entmutigtsein/-werden geistlich gefährlich.
Lasset uns Hebräer 3 betrachten:
Hebräer 3,12-13 „Sehet zu, liebe Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses ungläubiges Herz sei, das durch Abfall vom lebendigen Gott [entsteht]; sondern ermahnt euch täglich, so lange es „heute“ heißt, damit nicht jemand unter euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde.“
Hier wird vor dem Zorn gewarnt, der sich gegen Gott kehrt. Das Herz verhärtet sich und schließt sich für Gott. Das bedeutet auch, dass Gottes Trost und Ermutigung nicht mehr hereinkommen kann.
Passt auf, wenn jemand durch Verlust geht, ist Zorn eine der Phasen, durch die er oder sie hindurch muss. Dieser Zorn darf da sein. Wir sprechen hier von dem Zorn, der sich gegen Gott kehrt. Zornig auf die Umstände sein, zornig auf den wirklichen Grund des Schmerzes ist gar nichts Schlimmes. Gott für deine Umstände verantwortlich machen, ist nicht recht. Gott die Schuld geben, dass Er nichts tut, um dein Leben besser zu machen, ist nicht recht.
Gerade wenn das Leben schwer ist, brauchst du Gott und brauchst du einander. Um Mut zu bekommen weiterzumachen, um Mut zu bekommen, dich auf die rechten Dinge zu richten, um Mut zu bekommen, ehrlich in deine Umstände zu schauen. Zu wissen, dass du nicht allein bist. Dass jemand und Jemand neben dir steht, auf den du dich stützen kannst, bei dem du deine Geschichte los werden kannst und bei dem du einfach sein kannst, ohne etwas sagen zu müssen.
Wie ermutigt man praktisch?
Lasset es praktisch werden. Denn wie tut man das eigentlich, jemanden ermutigen?
Du hast wahrscheinlich selbst erlebt, wie Menschen versuchen, dich zu ermutigen, wenn du es schwer hast. „Es wird schon gut.“ „Gott hat einen Plan damit.“ „Ich weiß genau, wie du dich fühlst.“ Oder sie erzählen von der Zeit, als sie mit Schmerz, Leid und/oder Verlust konfrontiert waren. Und darauf sitzt du nicht, wenn du selbst durch ein Tal gehst.
Aber was hilft dann wirklich? Und was sagt die Bibel darüber?
Dein Leben teilen:
Wir sahen oben schon, dass es wichtig ist, Teil von Gottes Familie zu sein und dass es nicht gut ist, von den Zusammenkünften wegzubleiben.
Apostelgeschichte 2,46 „Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens“
Wie hier zu lesen ist, waren die ersten Christen täglich beieinander, teilten die Mahlzeiten und lernten gemeinsam über Christus. Nicht hochtrabend oder verpflichtend, nein, mit Frohlocken und Einfalt des Herzens.
Zusammen das Leben teilen und zusammen im Glauben wachsen. Das geschieht heutzutage in einer Gemeinde nicht automatisch. Also verlangt es Einsatz von deiner Seite.
Wenn du andere kennenlernen willst, musst du anderen auch die Möglichkeit geben, dich kennenzulernen. Sprich mit anderen ab, lade sie zu einer Mahlzeit ein. Entdecke, was in ihrem Leben vorgeht, bete für und mit ihnen. Sei auch ehrlich über dich und wie es dir geht und wofür der andere für dich beten kann. Baue eine Beziehung auf, investiere in jemands Leben, ziehe mit ihnen um.
Einsamkeit ist ein großes Problem. Obwohl wir alle viele Menschen um uns sehen, ist das Gefühl der Einsamkeit enorm. Indem du deine Thüren öffnest, Menschen einlädst und dein Leben teilst, kannst du helfen, die Einsamkeit zu verringern, dem anderen zeigen, dass er doch nicht ganz allein ist, dass jemand da ist, der ihn sieht.
Realistisch sein:
Bagatellisiere das Leiden nicht. Erkenne die Realität von Mühe, Kampf und Schmerz an. Mach es nicht größer, aber auch nicht kleiner, als es ist.
Ein Beispiel aus Apostelgeschichte 14:
Apostelgeschichte 14,21-22 „Und nachdem sie das Evangelium verkündigt und viele Jünger gemacht hatten, zogen sie um nach Lystra und Ikonium und Antiochia zurück, und stärkten die Seelen der Jünger, ermahnten sie, im Glauben zu beharren, und sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes eingehen.“
Paulus und Barnabas sind als Götter behandelt, gesteinigt, aus der Stadt gejagt worden. Aber es sind Menschen zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Sie kehren zurück an diese Orte, um die örtlichen Gläubigen zu ermutigen, zu stärken. Und sie drehen um nichts herum. „Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes eingehen“, sagen sie. Und ihr Leben zeigt das. Aber dabei zeigen sie, dass Gott größer ist, sie sind bewegt mit den Christen dort und verbinden das Leiden mit dem größeren Bild, nämlich Gottes Reich.
Nah sein und mitleiden:
Ja, das ist kompliziert, denn wir wollen so gerne etwas tun. Wir wollen jemandem weiterhelfen und eine Lösung für das Problem suchen. Denn Leiden ertragen ist schwer. Ganz besonders, wenn du einen anderen leiden siehst und als Beistander daneben stehst und nichts tun kannst. Nun ja, für dein Gefühl kannst du nichts tun. Vergiss aber nicht, dass da sein und mitleiden große Hilfe ist. Laufe nicht davon.
Schauen wir uns Hiob an:
Hiob 2,11-13 „Da kamen drei Freunde Hiobs … um ihn zu bedauern und zu trösten. … Und sie sassen drei neben ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte, und redeten kein Wort zu ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.“
Hiob hatte alles verloren. Alles, sogar seine eigene Gesundheit. Was kannst du sagen zu jemandem, der in so einer Situation ist? Worte reichen nicht aus. Lernt euch, da zu sein, ohne etwas tun oder verbessern zu wollen. Ist jemand krank? Setze dich an sein Bett und halte z.B. seine Hand. Lass ihn auf diese Weise wissen, dass er nicht allein ist. Sei für den anderen da in der Stille, in der Gegenwart.
Praktisch helfen:
Was man in der Praxis oft sieht, ist, dass Menschen weggehen mit der Bemerkung: „Wenn ich etwas tun kann, dann sag es mir.“ Das ist gut gemeint, denn wir wollen gerne helfen. Und wir wissen nicht so recht wie, also verlangen wir vom anderen, uns zu sagen, was wir tun können, um zu helfen. Eigentlich zeigt das die Verzweiflung des Umstehenden, das Verlangen etwas zu tun, zu helfen.
Frage dich zuerst einmal, ob du das tust, weil du das Leiden des anderen nicht gut ertragen kannst. Indem du etwas tust, nimmst du den Druck nämlich weg, hast Ablenkung von dem Schmerz des anderen. Gelingt es dir, in der Stille bei dem anderen zu sein?
Willst du doch gerne praktisch helfen? Suche etwas, das den anderen in den Alltagsaufgaben entlasten kann, und tue es. Koche ein paar Mahlzeiten, nimm die Kinder mit in den Spielplatz oder organisiere ein Schlafparty bei dir zu Hause, damit die Eltern Zeit für sich haben, putze die Fenster, schneide die Hecke oder mähe den Rasen, hole eine Kiste Lebensmittel, lege einen Umschlag mit Geld in den Briefkasten usw.
Mach es praktisch und frage nicht um Erlaubnis, tue es.
Ein freundliches Wort:
Sprüche 12,25 „Angst im Herzen eines Mannes macht es niederdrückend; aber ein gutes Wort erfreut es.“
Wenn jemand es schwer hat, macht er sich Sorgen. Und was tun Sorgen mit dir? Sie drücken dich nieder. Ein freundliches Wort aber erfreut das Herz. Worte haben Kraft in sich. Gebrauche diese Kraft zum Guten.
Das Perspectiv wechseln:
Wenn es schwer ist, scheint es, als ob wir in Problemen ertrinken. Auf einer gewissen Stufe ist das das Einzige, was wir noch sehen. Hilf jemandem, die Situation aus der Distanz zu betrachten. Die Probleme sind immer noch da, aber es ist viel mehr zu sehen. Die Person selbst, die irgendwo die Kraft findet durchzuhalten, die nach Lösungen sucht. Die Menschen umher, die helfen, wo sie können. Das Essen, das immer noch auf dem Tisch steht. Und so gibt es noch viel mehr Dinge, die weitergehen, ohne dass Menschen sich das bewusst sind. Menschen sind stärker, als sie denken. Ganz besonders, wenn es Gottes Kraft ist, die durch den Menschen wirkt!
Psalm 121,1-2 „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Anstatt dich auf die Probleme zu richten, richte dich auf Gott. Er ist derselbe, gestern, heute, morgen, ja immer. Auf Ihn kannst du dich verlassen, auf Ihn kannst du bauen. Richte dich auf, wer Er ist, was Er getan hat und was Er verheißen hat. Er ist dein fester Grund. Das ist das Perspektiv, wo Lobpreis anfängt. Und obwohl die Situation selbst nicht gewandelt ist, ist etwas in dir gewandelt.
Auf Gottes Treue und Seine Verheißungen hinweisen:
Römer 15,4 „Denn was vormals geschrieben ist, dem ist zu unserm Lernen geschrieben, auf dass wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben möchten.“
Die Bibel ist eine große Quelle für Ermutigung. Es ist Gottes Wort. Seine Worte für uns! Und Sein Wort ist voll Wahrheit. Nicht ich denke oder ich fühle, sondern etwas, das Gedanken und Gefühle übersteigt.
Gebrauche Bibelverse, um einander zu ermutigen.
Achtet aber gut darauf, welche Verse ihr einem anderen gebt. Studiert sie zuerst und untersucht den Zusammenhang eines Verses. Oft werden Teile von Bibelversen herausgerissen und direkt auf unser Leben geklebt, während das nicht so gemeint ist. Oder sie werden falsch ausgelegt und in der falschen Situation gebraucht. (Jeremia 29,11 ist ein bekanntes und berüchtigtes Beispiel…)
Studiert die Bibel und teilt die Lektionen, die ihr daraus lernt, mit anderen, um sie zu ermutigen.
Warum? Weil das Hoffnung gibt. Und ohne Hoffnung können wir nicht leben.
Für und mit dem anderen beten:
„Ich werde für dich beten“ wird leider viel zu oft benutzt, um ein Gespräch abzuschließen oder sich der Situation zu entziehen. Fall nicht in diese Falle. Wenn du sagst, dass du für jemanden beten wirst, tue es wirklich und lass die Person wissen, dass du es tust. Halte die Person auf dem Laufenden, damit „Ich bete für dich“ kein leeres Versprechen ist, das die Einsamkeit nur noch vergrößert.
Epheser 3,14, 16-17 „Um desswillen beuge ich meine Knie vor dem Vater …, auf dass er euch gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Macht gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen, auf dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnen möge.“
Epheser 3,19 „… auf dass ihr erfüllt seiet zur ganzen Fülle Gottes.“
Was für ein herrliches Gebet. Der Heilige Geist ist von Gott uns gegeben. Er ist der Tröster. Und Er wohnt in jedem Christen.
Ermutigen – Focus auf Gott
Mut geben und Mut empfangen. Wir brauchen es alle und wir können es alle geben.
Gebrauche die Quelle der Ermutigung: Gott Selbst. Er ist der Meister-Ermutiger. Lass dich von Ihm erfüllen und studiere Sein Wort, damit du selbst wächst und ermutigt wirst und die Worte und Grundsätze, die du lernst, wieder an einen anderen weitergeben kannst.
Sei da, sei Teil von und bete für und mit einander mit dem Ziel, das Perspektiv zu wandeln und den Focus auf Gott den Vater zu richten.