Das Weihnachtsfest: Warum der 25. Dezember?
Jetzt, wo die Weihnachtszeit wieder da ist, erhalte ich auch (das geht meistens den ganzen Monat Dezember so weiter) die Frage, warum Christen eigentlich den Geburtstag Christi am 25. Dezember feiern. Selbst wenn ich hier keinen Kalender hätte, wüsste ich, wenn solche Fragen kommen, dass es Dezember ist. 🙂
Und ehrlich gesagt scheint es eine sehr gute Frage zu sein. Denn…. es gibt keinen einzigen(!) biblischen Hinweis auf den exakten Geburtstag Christi. Das Datum wurde erst später, im 4. Jahrhundert, von „der Kirche“ festgelegt, wahrscheinlich um der „Menschwerdung Christi“ auf eine feste, feierliche Weise zu gedenken. Es gibt jedoch ein „Aber“… denn solche Fragen kommen hier zu mehr als 90 % aus einer bestimmten Ecke… Aber gut, schauen wir uns erst einmal an, was die Bibel dazu sagt (oder nicht sagt):
1. Das biblische Gebot der Erinnerung
Obwohl es also kein „Gebot“ gibt, die Geburt Christi zu feiern, ist die Bibel doch voll von Aufrufen, der großen Taten Gottes zu gedenken und sie zu verkünden. Der Inhalt von Weihnachten (die „Menschwerdung“ des Sohnes Gottes) ist ein fundamentales(!) christliches Dogma und der(!) Kern des Evangeliums.
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Johannes 1,14)
2. Freiheit der Tage (Römer 14)
Das Prinzip der „Freiheit der Tage“ lehrt uns, dass im Neuen Bund das Halten eines bestimmten Tages (neben dem obligatorischen Ruhetag) eine Gewissensentscheidung ist:
Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt. Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er danksagt Gott; und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und danksagt Gott. (Römer 14,5-6)
So richte euch nun niemand über Speise oder Trank oder in Bezug auf ein Fest oder einen Neumond oder Sabbate, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper aber ist des Christus. (Kolosser 2,16-17)
Fazit:
Das Datum 25. Dezember ist menschlichen, kirchlichen Ursprungs, aber der Inhalt der Feier ist rein biblisch. Es ist eine Gelegenheit, die unverzichtbare Wahrheit der „Menschwerdung Christi“ in den Mittelpunkt zu stellen.
Aber woher kommt diese Frage wirklich?
Und jetzt wird es richtig interessant. Denn diese Frage ist in mehr als 90 % der Fälle gar keine Frage. Sie ist ein Ansatzpunkt für etwas ganz, ganz anderes…
Wenn wir das (die Feier der „Menschwerdung Christi“) nicht verstehen oder glauben (wollen), entstehen meist sofort unnötige, nicht-biblische Diskussionen über den 25. Dezember. Die meisten Fragen, die ich zu diesem Thema erhalte, kommen aus einer nicht-christlichen Ecke, in der der Fragesteller nicht an Christus glaubt, wie wir es tun, basierend auf dem Neuen Testament.
Und dann haben wir es plötzlich mit einer ganz anderen Fragestellung zu tun: „Glaubst du, was im Neuen Testament steht, was Christus für uns getan hat?“ Wenn die Antwort darauf negativ ist (und meiner Erfahrung nach ist das in 90 % der Fälle so…), ist es meiner Meinung nach nicht sinnvoll, (oft endlose) Diskussionen mit dieser Zielgruppe zu beginnen. Denn solange wir diese Frage nicht positiv beantworten können (oder wollen…), steckt nach meiner Erfahrung ETWAS GANZ ANDERES hinter dieser Frage… Passen Sie auf:
Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zank und Gesetzesstreitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos. (Titus 3,9)
Die Diskussion über den 25. Dezember oder den messianischen Kalender kann leicht in „Zank und Gesetzesstreitigkeiten“ (zeremonielles Gesetz und Tage) ausarten, was nutzlos ist, wenn der Kern (Jesus) nicht angenommen wird.
So wie ich dich bat, als ich nach Mazedonien reiste, in Ephesus zu bleiben, damit du gewissen Leuten anweist, nichts anderes zu lehren noch sich mit Legenden und endlosen Geschlechtsregistern zu beschäftigen, die eher Streitfragen hervorbringen als die Verwaltung Gottes fördern, die im Glauben ist. (1. Timotheus 1,3-4)
In dem obigen Vers geht es darum, Geschichten und Details (wie das genaue Datum von Weihnachten oder detaillierte Kalender) zu vermeiden, die den Fokus von der „Verwaltung Gottes, die im Glauben ist“ (die Rettung durch Christus), ablenken.
Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder unter einem Joch der Knechtschaft halten. (Galater 5,1)
Dieser Text von Paulus betont, dass der Fokus im Neuen Bund immer auf dem Glauben an Christus liegen muss, nicht auf dem Befolgen von Gesetzen und Regeln als Mittel zur Rechtfertigung. Die Fragen, die ich in dieser Richtung erhalte, kommen zum größten Teil aus der „messianischen Gruppierung“, die den Nachdruck auf die Verpflichtung des Sabbats und der Feste legt (ein Joch der Knechtschaft).
Die Diskussionen über Daten und Tage (Samstag versus Sonntag) bedrohen die Freiheit in Christus (den Kern), es sei denn(!), der andere nimmt die Freiheit im Evangelium an.
Passen Sie auf solche Spielchen auf, verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit Dingen, vor denen uns die Bibel mehr als deutlich warnt, denn die Frage nach Weihnachten und oft auch „Samstag versus Sonntag“ ist oft keine ehrliche Frage… es steckt mehr dahinter: ein Versuch zu Wortstreitigkeiten oder … ein Versuch, Sie glauben zu lassen, dass die Gesetze, wie sie waren, Ihre Rettung sind, anstatt dass Christus die Rettung ist. Hoppla. Also zum Schluss noch einmal:
Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder unter einem Joch der Knechtschaft halten. (Galater 5,1)