Das Heiligtum Gottes (in der Wüste Sinai)
In meinen jungen Jahren gab es ein Büchlein mit dem Titel „Das Haus von Gott/ Gold“. Das Buch existiert auch auf Deutsch und trägt den Titel: “Das Heiligtum Gottes in der Wüste Sinai”.
Dieses Büchlein erhielt ich, als eine Miniaturversion der alttestamentlichen Stiftshütte meine Kirche besuchte. Ein wunderschönes Modell, das zeigte, wie die Stiftshütte einst ausgesehen haben muss!

Da musste ich neulich nochmal drüber nachdenken… denn diese Stiftshütte, das war tatsächlich ein Haus Gottes… aus Gold.
- Bis ins kleinste Detail wurde mit höchster Perfektion gearbeitet, um diese Stiftshütte für Gott zu bauen. Sein Haus verdient Qualität.
- Auch an die Handwerker wurden hohe Ansprüche gestellt, denn man lässt nicht einfach irgendjemanden eine Zigarrenkiste für Gott zusammenschustern, die am Ende fragwürdige Qualität hat.
- Selbst die Besucher der Stiftshütte mussten klare und berechtigte Anforderungen erfüllen, denn schließlich traten sie in das Haus Gottes ein.
- Und wenn man sich nicht an die Regeln hielt… für Gottes Haus… konnte das sogar tödlich enden. (2. Samuel 6:1-7, 2. Chronik 26:16-21, 1. Chronik 13:9-12, 3. Mose 10:1-2, 1. Samuel 2:12-17, 1. Samuel 4:11 und weitere).
Und vor einiger Zeit kam ich in eine Kirche:
- Wo 80 % der Menschen es völlig in Ordnung fanden, zu spät zu kommen…
- Wo während des Gebets miteinander geredet wurde…
- Wo Menschen mitten im Gottesdienst die Kirche verließen…
- Wo sie während der Predigt in den sozialen Medien herumspielten…
- Wo die “Musik” eine Zumutung für die Ohren war…
- Wo die Predigt über die “Erfahrungen” des Pastors handelte, mit nur einem einzigen Bibelvers – aus dem Kontext gerissen – erst nach der Hälfte der Predigt… und das Thema der Predigt war “wir” und was wir noch mehr haben wollen. Nicht Gott und die Tatsache, dass Er alle Ehre verdient, unabhängig davon, ob wir etwas bekommen oder nicht.
- Wo Menschen in so enger Kleidung herumliefen, dass ich keinen Zweifel mehr hatte, ob und welche Unterwäsche sie trugen…
- Wo die Menschen auf der Bühne eine Show aufführten, mit Solos von “Seht her, wie toll ich bin”…
Was würde Gott über unser Verhalten heute in Seinem Haus denken? Gehen wir in die Kirche für “mich” oder für Gott? Geht es in der Predigt um “mich” oder um Gott? Verstehen wir überhaupt noch, dass es Sein Haus ist? Dass Er Gott ist? Dass wir nicht dorthin gehen, um uns zu amüsieren, sondern um Ihn zu ehren? Geben wir Ihm die Ehre, die Ihm in Seinem Haus gebührt, durch das, was wir tragen und tun? Auf und vor der Bühne?
Ein Denkanstoß… Es ist Sein Haus, für Seine Ehre. Nicht unser Haus, für unsere Ehre oder unser Vergnügen.